
Sanierung und Erweiterung des Schulhauses in Estavannens
Das Projekt
Die Gemeinde Bas-Intyamon arbeitet schon seit längerer Zeit mit der Nachbargemeinde Grandvillard in einem Primarschulverband zusammen. Als im Jahr 2004 die drei Dörfer Enney, Estavannens, Villars-sous-Mont zur neuen Gemeinde Bas-Intyamon fusionierten, blieb Grandvillard politisch selbständig, verblieb aber im bestehenden Primarschulverband.
In vier Dörfern wird bis anhin je ein Primarschulhaus für die 1. bis 6. Klasse unterhalten, wobei die Kindergartenschüler bereits seit längerer Zeit alle in Grandvillard unterrichtet werden. Die Transporte der Primar- und Kindergartenschüler zwischen den einzelnen Dörfern werden durch die Gemeinden organisiert.
Die Schulhäuser auf dem Gemeindegebiet von Bas-Intyamon sind alle sehr alt, beispielsweise wurde das Schulhaus in Estavannens im Jahr 1909 erbaut. Da für die bestehenden Schulhäuser dringender Sanierungsbedarf besteht, wurden im Zuge der Abklärungen drei verschiedene Varianten für die Neuorganisation der Primarschule geprüft:
- Sanierung und allenfalls Vergrösserung der Schulhäuser an den drei bestehenden Standorten
- Schliessung der Schule in Villars-sous-Mont und Estavannens und Sanierung plus Erweiterung des Schulhauses in Enney
- Schliessung der Schule in Villars-sous-Mont und Enney und Sanierung plus Erweiterung des Schulhauses in Estavannens
Als zweckmässigste und günstigste Variante erwies sich die Schliessung der Schulen in Villars-sous-Mont und Enney und die Sanierung sowie die Erweiterung des Schulhauses in Estavannens. Ausschlaggebend war dabei die Tatsache, dass die alte Schule in Estavannens auf freiem Feld steht und somit ein An- oder Neubau problemlos umzusetzen ist. In Enney liegt die bestehende Schule mitten im Dorfkern, was einen Anbau erschweren würde.
Die zukünftige Schulorganisation sieht Folgendes vor:
Im bestehenden Schulhaus in Grandvillard verbleiben drei Primarschul- und die Kindergartenklassen.
Das Schulhaus in Estavannens soll zukünftig Räumlichkeiten für fünf Primarschulklassen, eine Kleinklasse sowie den Werkunterricht bieten. Weiter sollen Räume für spezielle Unterrichtszwecke wie Logopädie entstehen. Neben einem Reserveraum und dem Lehrerzimmer ist auch ein Raum für den Mittagstisch inklusive der nötigen Infrastruktur geplant. Dazu werden die zwei bis anhin fremdvermieteten ehemaligen Lehrerwohnungen im bestehenden Gebäude aufgehoben und entsprechend umgebaut.
Der Neubau - geplant ist ein zweistöckiges Gebäude mit einem Zivilschutzraum mit 200 Plätzen im Keller - kommt neben dem alten Schulhaus zu stehen und wird mit diesem verbunden. Im Neubau werden vier Klassenzimmer und das Lehrerzimmer untergebracht. Die restlichen Räume sollen im bestehenden Gebäude eingebaut werden.
Das Projekt wurde anlässlich der Gemeindeversammlung vom 19. Januar 2010 beschlossen.
Mit den Bauarbeiten konnte am 7. März 2011 gestartet werden. Sämtliche Arbeiten sollen bis Ende 2012 abgeschlossen werden können.
Kosten und Finanzierung
| Gemäss Voranschlag des Architekten sehen die Kosten wie folgt aus: | ||
| Vorbereitungsarbeiten | Fr. | 572'644.-- |
| (Abbruch, Honorare, Installation) | ||
| Gebäude, inkl. Zivilschutzraum | Fr. | 5'025'609.-- |
| Umgebungsarbeiten, Turnplatz etc. | Fr. | 726'784.-- |
| Nebenkosten, Versicherungen, Gebühren etc. | Fr. | 129'235.-- |
| Verschiedenes, Unvorhergesehenes | Fr. | 105'561.-- |
| Schulmöbel und Einrichtung | Fr. | 220'000.-- |
| Total Kosten | Fr. | 6'779'833.-- |
| Die Finanzierung ist folgendermassen vorgesehen: | ||
| Total Kosten | Fr. | 6'779'833.-- |
| ./. Subvention Bund Zivilschutzraum | Fr. | 180'000.-- |
| ./. Subvention Kanton | Fr. | 428'415.-- |
| ./. Beitrag kantonale Denkmalpflege* | Fr. | 30'000.-- |
| ./. Subvention für neue Holzheizung | Fr. | 8'848.-- |
| ./. Beitrag GAV für Blitzableiter | Fr. | 4'820.-- |
| ./. Beitrag GAV für Löschwasserversorgung | Fr. | 12'314.-- |
| ./. Zivilschutzabgaben Privater | Fr. | 352'000.-- |
| Restkosten | Fr. | 5'763'436.-- |
* Die definitive Zusicherung der kantonalen Denkmalpflege steht noch aus.
Für die Sanierung der Fenster wird ein weiterer Beitrag des Energieamtes des Kantons Freiburg erwartet. Die definitive Zusicherung liegt noch nicht vor.
Nach der Fusion der Gemeinden Enney, Estavannens und Villars-sous-Mont im Jahr 2004 hat sich die neue Gemeinde Bas-Intyamon entschieden, auch die Organisation der Primarschule zu überdenken. Mit der Sanierung des Schulhauses in Estavannens und dem angegliederten Neubau kann die Gemeinde die Primarschule zentrieren und den Primarschülern zukünftig eine zeitgemässe Schulinfrastruktur anbieten.
Das Vorhaben bedeutet für die Gemeinde jedoch eine grosse finanzielle Herausforderung und kann nur mit der Hilfe von Dritten realisiert werden.
Eine Unterstützung dieses Projektes können wir Ihnen darum bestens empfehlen.
Bis heute konnten wir für dieses Projekt Spenden von Fr. 445'000.-- entgegennehmen.



